Buch #nichtgesellschaftsfähig

Wir produzieren ein Buch – mit dem Titel „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“, an dem viele verschiedenen Menschen, Betroffene, Vereine, Autor*innen, Journalist*innen, Fachleute und Künstler*innen beteiligt sind und zu Wort kommen.

Unser Almanach im Magazin-Style spricht mit vielen Stimmen und wir widmen uns auf eine für alle zugängliche, lockere und ansprechende Art den Themen-Komplexen: Depression, Angst- und Zwangsstörung, Panikattacken, Posttraumatische Belastung, Sucht, Essstörung, Borderline, Phobien, Hypochondrie, Schizophrenie, Persönlichkeits- und Entwickungsstörungen, Dissoziative Identitätsstörung, Schlafstörung und Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.

Mit persönlichen und autobiografischen Texten, Beiträgen von Journalist*innen, Psychater*innen und Psycholog*innen, Wissenschaftler*innen und Fachleuten, Interviews, Beschreibungen von Alltagserlebnissen, Erfahrungsberichten, Illustrationen, Comics und Cartoons, Erklärbärtexten, Checkliste/Fragebogen Kreativ-Mitmach-Seiten möchten wir zu o. g. Themen den Zeitgeist widerspiegeln.

Auf unsere ersten Anfragen hin und unsere Social Media-Posts haben wir schon unglaublich viele positive Rückmeldungen erhalten, wie existenziell wichtig ein derartiges Buch ist und dass wir über psychische Belastungen offen sprechen und den Zugang erleichtern sowie eine breite Öffentlichkeit und Akzeptanz schaffen.

Zusagen und Unterstützung haben wir u. a. bisher erhalten von (kleine Auswahl):
Markus Kavka, Nicholas Müller, Victoria van Violence, Sebastian Krumbiegel, sookee, erzählmirnix, Grafikhool (Hooligans gegen Satzbau), Torsten Sträter, Mark Benecke, Freunde fürs Leben, Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Leipziger Bündnis gegen Depression, Deutsche Angsthilfe, MUT-TOUR, Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, Irrsinnig Menschlich, Jennifer Sonntag, Michael Kraske, Luci van Org, Fuchskind, Dr. Daniel Zeidler, Psychcast und Dr. Alexander Kugelstadt, Mona Abdel-Hamid, Hanka Ernst, Vic Vaising, Anne Martin, Holger Kulick, Isa Theobald, Anuschka Sanke, Anja Schliephake, Andrea Eberl, Ronny Müller, Anja Kind, Penny, Manu, Axel Meßinger, Shau Chung Shin, Jan-Albert Michaelis, Yvi Strüwing, Axel Meßinger, Stefan Pede u.v.w.

Warum haben wir uns für genau diesen Titel entschieden?
„Nicht gesellschaftsfähig“ ist ein provokanter Titel, der Aufmerksamkeit auf das Projekt lenken soll.
Nach eigenen Erfahrungen wird jemand mit psychischen Belastungen noch viel zu oft von der Gesellschaft, die ihn umgibt, als nicht „ganz normal dazugehörend“ wahrgenommen und nicht als integrativer Bestandteil dieser Gesellschaft, sondern eher wie ein Sonderling behandelt oder gar gemieden, denn viele Menschen sehen sich davon überfordert, einen normalen Umgang mit Menschen mit psychischen Belastungen zu pflegen, da ihnen das soziale Handwerkszeug fehlt, kritische Situationen im Umgang zu meistern.
Dadurch tritt oftmals ein Umkehreffekt ein: In der eigenen Wahrnehmung empfindet man sich selbst als nicht gesellschaftsfähig, weil man sich den Belastungen, in dieser Gesellschaft existieren und bestehen zu müssen, nicht gewachsen sieht. Man scheint „die geheimen Regeln“ im sozialen Umgang dieser Gesellschaft nicht zu kennen oder versucht nach unangenehmen Erfahrungen zu vermeiden, sich in eine Gesellschaft zu begeben, in der man sich nicht willkommen oder aufgehoben fühlt.
Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch und Achtsamkeit helfen, Barrieren im Umgang miteinander abzubauen und mit den eigenen psychischen Belastungen und denen der anderen leben zu lernen.

Erscheinen wird „Nicht gesellschaftsfähig“ in unserem Verlag Glücklicher Montag.

Im Frühjahr starten wir unsere Crowdfunding-Aktion dazu und unsere VÖ ist für Mai/Juni bzw. Sep 2020 angedacht.

Sandra und Schwarwel

Und das sind unsere #nichtgesellschaftsfähig-Sympathieträger Herzchen+Hirni.